Fotobuch Selbst Gestalten

Fotobuch bestellen

Seit ihrer Einführung vor rund zehn Jahren, haben sich Fotobücher zum beliebtesten Fotoprodukt entwickelt und den Einzelabzügen auf Fotopapier damit den Rang abgelaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Nicht nur das aufwändige Einkleben der Fotos ins Album entfällt, die Bilder fallen auch nicht, nach einiger Zeit, wieder heraus. Mit der kostenlosen Fotobuch-Software oder der Weboberfläche Deines Fotobuch-Anbieters, gestaltest Du Dein Fotobuch wesentlich schneller und einfacher, und außerdem kannst Du auch noch mehrere identische Exemplare Deines Fotobuchs bestellen. Welche Möglichkeiten Dir das Fotobuch sonst noch bietet, liest Du hier.

Wie wird ein Buch gebunden?

Wie jedes andere Buch, bestehen auch Fotobücher aus einem Buchblock und einem Einband. Beim klassischen Buchdruck werden typischerweise 32 Seiten, in einer bestimmten Reihenfolge, beidseitig auf ein großes Blatt gedruckt. Dieser Bogen wird dann viermal hintereinander, in der Mitte zusammengefaltet und in der letzten Falte durch einen Heftfaden mit den anderen Lagen des Buchblocks verbunden. Durch Beschneiden des Buchblocks an den drei offenen Seiten, werden die einzelnen Buchseiten schließlich voneinander getrennt. In früheren Zeiten wurden teilweise auch unbeschnittene Bücher verkauft, bei denen die Seiten beim ersten Lesen aufgeschnitten werden mussten. Der Buchblock wird schließlich in den Einband geklebt und der Übergang zwischen Block und Buchdeckeln durch ein Vorsatzpapier kaschiert. Aus diesem Grund kannst Du die Innenseite des Buchdeckels auch bei Fotobüchern in der Regel nicht gestalten.

Die Bindung von Fotobüchern

Beim Fotobuch wird die Bindung meist in einer unterschiedlich stark vereinfachten Form ausgeführt. Bei der einfachsten Bindungsart, die sich nur für dünne Bücher, bis etwa 50 Seiten eignet, wird eine Lage Doppelseiten sowie der Umschlag, in einem Arbeitsgang, mit Metallklammern zusammengeheftet. Diese Bindungsart findest Du ebenfalls bei Hochglanzbroschüren und Magazinen, aber auch bei Schulheften.

Eine weitere kostengünstige Bindungsart für Fotobücher ist die Spiral- oder Ringbindung. Hierbei werden nicht größere Bögen, sondern einzelne Seiten sowie zwei lose Buchdeckel miteinander verbunden. Die Deckel bestehen hier häufig aus transparentem Kunststoff. Die Verbindung erfolgt durch einen mäanderförmig vorgebogenen Draht, der in eine Reihe kleiner, vorgestanzter Löcher in Buchblock und -deckeln geschoben und dann zu einer spiralähnlichen, zylindrischen Form zusammengedrückt wird. Ein Vorteil der Spiralbindung ist, dass sich das Buch ganz flach aufschlagen lässt und nicht von alleine zuklappen kann. Besonders gut eignet sie sich daher zum Beispiel für Fotobücher, die Du als Kochbuch gestaltest.

Eine der verbreitetsten Bindungsarten bei Fotobüchern, ist die Leim- oder Klebebindung. Unter den modernen Buchbindeverfahren, kommt die Leimbindung der klassischen Form der Buchbindung am nächsten. Aber auch hier werden einzelne Seiten zum Buchblock verbunden. Dies geschieht durch den Auftrag von Heißkleber oder, bei hochwertigeren Büchern, einem speziellen Buchbinderleim. Wie Du es von anderen Büchern kennst, lassen sich Fotobücher mit Leimbindung nicht vollständig plan aufschlagen. Dies kann die Wirkung des Fotobuchs beeinträchtigen, wenn Du nicht jede Seite einzeln gestaltest, sondern Fotos auf den Doppelseiten verteilst, so dass sie durch den Bund gehen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurden Panoramabindungen entwickelt.

Nur bei Fotobüchern anzutreffen ist eine Variante der Panoramabindung, die sich Leporellobindung nennt. In dieser Form gebundene Fotobücher lassen sich nicht nur absolut flach öffnen, jede Doppelseite besteht auch aus einem durchgehenden Blatt, so dass prinzipbedingt kein Versatz im Bund auftreten kann. Die Leporellobindung ist nur bei Fotobüchern anwendbar, die auf echtem Fotopapier ausbelichtet werden und nutzt die Tatsache, dass automatische Fotobelichter keine einzelnen Blätter, sondern Fotopapier von einer Rolle verarbeiten. Für die Leporellobindung werden alle Seiten eines Fotobuchs nacheinander auf einen Streifen Fotopapier belichtet, dessen Breite der Höhe des Buchs entspricht. Dieses Fotoband wird dann, ähnlich wie ein Flyer oder eine Landkarte, zu einem Leporello zusammengefaltet, dabei aber an den Rückseiten zusammengeklebt.

Außer den genannten gibt es noch einige seltener anzutreffende Bindungsarten wie die Schraubbindung, bei der die Seiten im Buchblock tatsächlich durch spezielle Buchschrauben zusammengehalten werden. Auch eine Klemmbindung gibt es, bei der eine Metallschiene im Bund die Seiten zusammenklemmt.

Verschiedene Formate bei Fotobüchern

Die meisten Fotos werden im Querformat aufgenommen. Wenn Du normale Fotos einer Digitalkamera auf einer üblichen, hochformatigen DIN-A4-Seite platzieren willst, ist die größtmögliche Darstellung etwa so groß wie eine Postkarte. Bei einem einzelnen Bild auf jeder Seite, bleibt hierbei viel freier Platz. Du kannst aber auch Fotobücher im Querformat gestalten, bei denen Du einzelne, querformatige Fotos mehr oder weniger formatfüllend auf eine Einzelseite bekommst. Ein Kompromiss, der für quer- und hochformatige Fotos gleichermassen gut geeignet ist, sind quadratische Fotobücher.

Wenn Du Fotobücher mit Panoramabindung gestaltest, bekommst Du beim Fotobuch im Querformat sehr große Seitenverhältnisse, bis etwa 3:1. Beim Hochformat wird das Seitenverhältnis dagegen etwa 4:3 bis 3:2, was den typischen digitalen Bildformaten entspricht.

Papiere und Druckverfahren

Die meisten Fotobücher werden im Digitaldruckverfahren auf normales Papier gedruckt. Je nach Seitenumfang und Buchqualität kommen dabei unterschiedlich schwere Papiere verwendet, üblicherweise zwischen 150 und 250 g/qm. Sogenannte Echtfotobücher werden dagegen in einem Laserbelichter auf echtes Fotopapier ausbelichtet, genau so, wie wenn Du normale Abzüge von Deinen Fotos bestellst. Im Unterschied zu gedruckten Büchern sind die Bilder in Echtfotobüchern nicht gerastert. Sie erzeugen daher einen etwas schärferen Bildeindruck. Außerdem sind gute Fotopapiere sehr farbecht und zeigen eine etwas höhere Brillanz, als Digitaldrucke.

Software für die Gestaltung von Fotobüchern

Fotobücher gestaltest Du auf zwei unterschiedliche Arten. Entweder bietet der Fotofinisher eine Weboberfläche oder eine installierbare Software an, manchmal auch beides. Teilweise werden auch schon Apps für Mobilgeräte wie iPhone oder Android-Systeme angeboten. Die Weboberfläche benötigt weniger Ressourcen auf Deinem Computer, allerdings ist der mögliche Funktionsumfang dadurch auch eingeschränkter. Die Fotobuch-Software lädst Du herunter und installierst sie auf Deinem System. Hier kannst Du offline Arbeiten und Deine Arbeitsergebnisse lokal auf Deinem Rechner sichern. Das Gestalten von Fotobüchern ist oft nicht nur online, sondern auch durch Einsenden einer vom Fotobuch-Programm geschriebenen CD möglich, so dass Du lange Uploadzeiten und gegebenenfalls Internetkosten vermeiden kannst.

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